Werkstattbericht für das Nautilus-Fantasymagazin
Eigentlich war es nur ein glücklicher Zufall, dass ich vor 18 Jahren angefangen habe, Fantasy zu schreiben. Inspiriert von meinen Erfahrungen auf einer archäologischen Ausgrabung in Äthiopien hatte ich gerade einen ersten Roman beendet, für den sich aber kein Verlag finden ließ. Also saß ich eines Abends mit meinem Agenten zusammen, um zu planen, wie es nun weitergehen könnte. Da erwähnte er beiläufig, dass viele seiner „literarischen" Autor*innen unter Pseudonym auch Genreliteratur schrieben. Ich hatte nicht sehr viel für Krimis oder Romance übrig, blieb aber plötzlich an einer Idee hängen: Ich war lange begeisterter Pen-&-Paper-Rollenspieler gewesen, hatte sogar ein eigenes Spielsystem entwickelt und etliche Abenteuer geschrieben – warum das nicht nutzen? Also setzte ich mich daran und hatte nach etwa einem Jahr intensiver Arbeit einen ersten Entwurf fertig, in dem – noch ganz klassisch – zwei Rollenspieler in einer fantastischen Welt stranden. Das Manuskript wurde p...



